Der Erste, der sich wahrscheinlich auf unserem Erdball mit einer Art Rollsurfer beschäftigte, war wohl der altägyptische Sonnengott Ra, der sich ca. 4000 v. Chr. in einem Gefährt auf Holzreifen mit großem Segel über die Wüste ziehen lies.

Das eigentliche Windskaten gab es übrigens schon, bevor die ersten Windsurfer auf dem Wasser aufgetauchten. Als die ersten tauglichen Skateboards auf den Markt kamen, dauerte es nicht lange, bis diverse Freaks auf die Idee kamen, sich von selbstgebastelten Segelkonstruktionen über den Asphalt ziehen zu lassen.

Der Erste, der das Windskaten öffentlich bekannt machte, war Anfang der 70er Jahre der Franzose Arnaud Rossnay. 1975 erschien dann der Amerikaner Jamie Budge (Bild rechts), der sich zum großen Pionier des Windskatens mauserte und als erster spezielle Windskating-Segel auf den Markt brachte. Seine V-förmigen Segel wurden (werden) sowohl auf Roller-Blades wie auch Skateboards gefahren. Nähere historische Infos hierzu unter www.windskate.com



Rocky Flynn (Bild links), surfte 1978 mit einem selbstgebastelten Windskater durch seine Heimatstadt Washington.



1983 war es dann soweit:
Ein erster offizieller Windskating Contest wurde auf Sylt im Rahmen des Windsurfing Euro Fun Cups ausgetragen. Aufgrund Windmangels wurde für die damaligen besten europäischen Windsurfer vom Surfshop auf Westerland, der von Jürgen Hönscheid geführt wurde, kurzfristig ein Windskating-Kursrennen auf einem Parkplatz bei Rantum organisiert.

Gewöhnen an das Windskating-Material


Schön in einer Reihe bleiben ..

Die meisten Windsurfer wurden davon völlig überrascht und standen zu diesen Zeitpunkt zum erstenmal auf einem Windskater.
Gefahren wurde nach folgenden Modus:
6 Teilnehmer pro Rennen, 3 kamen immer eine Runde weiter. Die Regeln besagten, daß bei Bodenkontakt mit den Füßen zur Strafe ein 360° gedreht werden mußte. Wer dies nicht befolgte (oder konnte !!) wurde disqualifiziert. Alle Teilnehmer bekamen dasselbe genormte Windskating-Material zur Verfügung gestellt: 5m²-Segel und ca. 85cm langes Skateboard mit Kryptonic-Rollen (80 mm Durchmesser).

Gewinnen konnte in einem hartem Finish Jens Krause vor Eric Thieme. Weitere (heute prominente) Teilnehmer waren Klaus Simmer, Erich Maderthaner und Stephan Kirner. Als Preisgeld gab es 3000 DM.

Folgende kurze Videosequenzen (in Farbe) sind als Download verfügbar:
Aufwärm-Training (1,7 MB)
Positionskampf im Finallauf (1,2 MB)

Vielen Dank für Informationen und Bild-Material an Thomas Seeliger www.show-info-team.de

Startaufstellung zum Rennen



In den letzten Jahren hat das Windskaten einen enormen Aufschwung erlebt, nachdem es lange Zeit ein Schatten-Dasein fristete. Dies liegt nicht zuletzt daran, daß der "große Bruder", die Mutter aller Funsportarten, das Windsurfen voll im Trend liegt. Und im besonderen der Freestyle, was ja die große Stärke des Windskatens ist, immer größere Bedeutung zukommt.

Der Kalifornier Jean Rathe hat sich in den letzten Jahren als Streetsailor einen Namen gemacht. Auf dem Bild sieht man ihn als Student der Lousiana State University, 1986, "when it all began".



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